Microbirth — Inhalt

NEUER DOKUMENTARFILM „MICROBIRTH“

DECKT DIE MIKROSKOPISCHEN GEHEIMNISSE DER GEBURT AUF

[http://microbirth.com] Die Art und Weise wie wir gebären hat sich in den letzten 30 Jahren dramatisch verändert. Einige führende Wissenschaftler warnen davor, dass diese Veränderungen ein ernsthaftes Nachspiel für die lebenslange Gesundheit unserer Kinder haben könnten. „MICROBIRTH“ ist ein neuer abendfüllender Dokumentarfilm, der weltweit am Samstag, den 20. September 2014 uraufgeführt wird.

In Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern aus Großbritannien und Nordamerika untersucht „Microbirth, inwieweit moderne Geburtsmethoden die entscheidenden biologischen Abläufe beeinträchtigen, wodurch unsere Kinder im späteren Leben möglicherweise anfälliger für Krankheiten werden.

Jüngste demographische Untersuchungen haben gezeigt, dass Babys, die per Kaiserschnitt geboren wurden, sowohl ein etwa um 20 % erhöhtes Risiko haben an Asthma zu erkranken als auch ein um 20 % erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 1. Hinzu kommen ein ebenso hohes Risiko für Fettleibigkeit und ein kaum niedriges Risiko für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes wie Morbus Crohn oder Zöliakie. All diese Erkrankungen sind an das Immunsystem gebunden.

 „Microbirth“ geht mehreren möglichen Erklärungen nach. Wissenschaftler nehmen an, dass wenn ein Baby durch einen Kaiserschnitt zur Welt kommt, die „Ansaat“ seines Mikrobioms verändert wird, der entscheidende Transfer nützlicher Bakterien von der Mutter zum Kind bei der Geburt. Sie vermuten, dass das Immunsystem des Babys ohne diese „Ansaat“ nicht sein volles Potential entwickeln kann. Einer anderen Hypothese zufolge haben auch der Hormoncocktail während der Wehen und der natürliche Geburtsverlauf einer vaginalen Geburt einen schwerwiegenden Einfluss auf die Immunregulation und den Stoffwechsel des Babys.

Dr. Rodney R. Dietert, Professor für Immuntoxologie an der Universität Cornell: „In den letzten 20 bis 30 Jahren haben wir bei Kindern dramatische Anstiege von Asthma, Diabetes Typ 1, Zöliakie und Fettleibigkeit beobachtet können. Auch die Kaiserschnitt-Rate ist gestiegen. Verursacht der Kaiserschnitt diese Krankheiten? Nein. Doch der Kaiserschnitt lässt nicht zu, dass das Baby mit Mikroorganismen besiedelt wird. Das Immunsystem reift nicht heran. Und der Stoffwechsel verändert sich. Wir wissen heute, dass es die Immundysfunktionen und Stoffwechselveränderungen sind, die zu diesen Krankheiten beitragen.“

 Dr. Matthew Hyde, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Neonatale Medizin, Imperial College London: „Wir sehen da draußen eine Welt, die zunehmend einer Zeitbombe gleicht, die das Gesundheitssystem zu sprengen droht. Und unsere Forschung bietet Grund zu der Annahme, dass es noch schlimmer werden wird, Generation für Generation. Daher steht die Generation von morgen wirklich am Rande des Abgrunds, wenn wir nicht anfangen etwas zu unternehmen.“

 Alex Wakeford, Co-Regisseur von „Microbirth“: „Der Weltgesundheitsorganisation zufolge haben nicht-übertragbare Krankheiten das Ausmaß einer Epidemie erreicht. Führende Wirtschaftswissenschaftler gehen davon aus, dass die Behandlungskosten für diese Epidemie die Gesundheitssysteme weltweit bis zum Jahr 2030 zusammenbrechen lassen könnten. Regierungen zeigen sich sehr besorgt sowohl über die Auswirkungen von Antibiotika-Resistenzen als auch über die Folgen, die das genannte Krankheits-Level auf die soziale und wirtschaftliche Stabilität weltweit haben könnte. Was jedoch als Punkt auf ihrer Tagesordnung noch fehlt, sind die möglichen Auswirkungen der Geburtsweise.“

 Toni Harman, Co-Regisseurin von „Microbirth“: „Kaiserschnitte sind oft notwendig und können lebensrettend sein. Ein paar führende Einzelpersonen schlagen seit geraumer Zeit Alarm und malen ein Szenario möglicher Langzeit-Folgen an die Wand. In den vergangenen Jahren sind mehr und mehr Menschen in diese Debatte eingestiegen, und die Bedeutung der bekannt werdenden Forschungsergebnisse zeichnet, was die zukünftige Gesundheit über alle Bevölkerungsgruppen hinweg angeht, ein düsteres Bild. Der Film erhöht das Bewusstsein für die mögliche Bedeutung der „Ansaat“ des Mikrobioms für alle Babys, egal ob sie auf natürlichem Wege oder per Kaiserschnitt geboren werden. Dieses Thema betrifft nicht nur Eltern und Gesundheitspersonal, sondern auch alle Weltpolitiker. Denn wann, wenn nicht jetzt wäre es an der Zeit, um Geburt auf dem höchsten Level in den Fokus ernsthafter und dringender Aufmerksamkeit zu stellen?“

 Für internationale Medien-Anfragen wenden Sie sich bitte an: Toni Harman

info@altofilms.com +44 (0)1273 747837 http://microbirth.com

Zusätzliche Informationen

 – Fotos in guter Qualität sind auf Anfrage erhältlich.

– Für Interviews kann der Kontakt zu Wissenschaftlern auf Anfrage hergestellt werden.

 – Kurze Zusammenfassung von „Microbirth“:

„Microbirth“ ist ein neuer abendfüllender Dokumentarfilm, der Geburt mit einer neuen Methode betrachtet: durch die Linse eines Mikroskops. Indem er die neuesten Forschungsergebnisse untersucht, deckt der Film auf, dass die Art und Weise, wie wir gebären, die Gesundheit unserer Kinder ein Leben lang beeinflusst und möglicherweise sogar Auswirkungen auf die Zukunft der gesamten Menschheit hat.

http://microbirth.com

 – „Microbirth“ ist eine unabhängige Produktion von Alto Films Ltd. Der Film wurde von dem britischen Filmemacher-Paar Toni Harman und Alex Wakeford produziert, die beiden führten auch die Regie. Ihr voriger Film „Freedom For Birth“ wurde 2012 in 50 Ländern in über 1.100 öffentlichen Vorführungen uraufgeführt.

 – „Microbirth“ wird weltweit am Samstag, den 20. September 2014 in öffentlichen Vorführungen von Graswurzelprojekten uraufgeführt. Danach wird der Film sowohl für internationale Ausstrahlungen zum Verkauf stehen als auch über Internet-Plattformen erhältlich sein.

 – Der Film „Microbirth“ dauert etwa 70 Minuten.

 – Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Internetseiten:

[http://oneworldbirth.net/microbirth] und [http://microbirth.com]

„Microbirth“ entstand in Zusammenarbeit mit folgenden Forschern und Wissenschaftlern:

RODNEY DIETERT, Professor für Immuntoxikologie, Cornell University

MARTIN BLASER, Direktor des Humanen Mikrobiom Programms und Professor für Translationale Medizin, New York University

MARIA GLORIA DOMINGUEZ BELLO, außerordentliche Professorin, Institut für Medizin, New York University

PHILIP STEER, emeritierter Professor für Geburtshilfe, Imperial College, London

NEENA MODI, Professorin für Neonatale Medizin, Imperial College, London

MATTHEW HYDE, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung für Neonatale Medizin, Imperial College, London

SUE CARTER, Professorin, Verhaltens- und Neurobiologin, University of North Carolina, Chapel Hill

ALEECA BELL, Juniorprofessorin, Institut für Wissenschaft der Frauen-, Kinder- und Familiengesundheit, University of Illinois at Chicago

STEFAN ELBE, Professor für Internationale Beziehungen, University of Sussex, und Direktor des Zentrums für Globale Gesundheitspolitik

ANITA KOZYRSKYJ, Professorin, Institut für Kinderheilkunde, University of Alberta, und Co-Studienleiterin für Synergy in Microbiota Research (SyMBIOTA)

JACQUELYN TAYLOR, außerordentliche Professorin für Krankenpflege, University of Yale

HANNAH DALEN, Professorin für Geburtshilfe, University of Western Sydney

LESLEY PAGE, Professorin für Geburtshilfe, King’s College London, und Präsidentin des Royal College of Midwives