Welchen Wirtschaftsfaktor hat eine Kinderstation für die Geburtshilfe?

Vorstellung der Untersuchung von Geburt e.V.

am 13.06.2017

Marienthaler Straße 17 | 24340 Eckernförde

Welchen Wirtschaftsfaktor hat eine Kinderstation für die Geburtshilfe?

Fragestellung:

Im November 2016 wurde die Pädiatrie der imland GmbH am Standort Eckernförde geschlossen. In der Folge wurden die Aufnahmekriterien für die Geburtshilfe überarbeitet. Diese Kriterien hätten faktisch denen einer Geburtshilfe mit perinatalem Schwerpunkt entsprechen können, wurden aber deutlich enger gefasst: In der neuen Fassung wurden die Restriktionen deutlich erhöht. Einem Teil der zur Geburt angemeldeten Schwangeren musste daraufhin abgesagt werden.

Diese Auswirkung der Schließung der Kinderstation wirft die Frage auf, welche Faktoren im Zusammenspiel mit der Geburtshilfe wirken und ob sie aus wirtschaftlicher Sicht ein Fehler war.

Ergebnis:

Die Geburtshilfestation Eckernförde mit Kinderstation kann verlustfrei bis profitabel geführt werden, wenn sie gemäß den Empfehlungen der Fachgesellschaft und den Vorgaben des Deutschen Fallpauschalensystems als Geburtshilfe mit perinatalem Schwerpunkt oder Geburtshilfe mit Kinderklinik geführt wird.

Die Fallzahl darf 800 Geburten nicht unterschreiten, strebt man eine wirtschaftliche Führung an.

Eine Geburtshilfe ohne Kinderstation hingegen wird immer Verluste schreiben, wenn dies zu einer Reduzierung des Schweregrades und der Fallzahl führt.

Insofern ist die Fragestellung, welchen Wirtschaftsfaktor die Kinderstation für die Geburtshilfe hat, dahingehend zu beantworten, dass sie die Erlöse steigert und durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen eine höhere Effizienz aus den Kosten trägt.

Die gesamte Schrift finden Sie hier als PDF-Datei:

Geburt eV Imland Wirtschaftsfaktor Kinderstation

13.06.2017 Informationsveranstaltung Geburtshilfe und Kinderstation Eckernförde

Geburt e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Ursachen, die im Gesundheitssystem für die Schließungen von Geburtshilfestationen, Geburtshäusern und Kinderstationen verantwortlich sind, zu analysieren und allgemein verständlich aufzuarbeiten. Der Verein nimmt an Vorschlagsverfahren beim InEK (Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus) und beim DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information) teil, um die Situation zu verbessern. Geburt e.V. steht in regelmäßigem Kontakt mit Vertretern aus Politik, Verbänden und Wissenschaft. Wir sind aktives Mitglied des übergeordneten Mother Hood e.V. sowie des bundesweiten „Netzwerks der Elterninitiativen für Geburtskultur“.

Geburt e.V. wurde 2013 mit dem Beschluss zum Erhalt der Eckernförder Geburtshilfe und Kinderstation gegründet und hatte zunächst nur den Zweck, die Stationen in Eckernförde zu fördern. Der Vereinszweck wurde erweitert, als der fortwährende Untergang anderer Stationen und Geburtshäuser unübersehbar wurde. Geburt e.V. ist heute bundesweit aktiv, setzt sich jedoch schwerpunktmäßig für alle geburtshilflichen Leistungen in Schleswig-Holstein ein – gemäß dem Vereinsziel, der Förderung der selbstbestimmten Geburt.

Wir haben die Frage untersucht, welchen Wirtschaftsfaktor die Kinderstation für die Geburtshilfe in Eckernförde hat. Das Ergebnis präsentieren wir am

13.06.2017, 19 Uhr im TÖZ, Marienthaler Straße 17, 24340 Eckernförde.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Wir laden Sie recht herzlich ein, dabei zu sein.

 

 

FREEDOM FOR BIRTH

Anlässlich des Internationalen Hebammentages am 05.05.2014 zeigen wir in Zusammenarbeit mit dem Studio Filmtheater am Dreiecksplatz, Kiel um 20.30 Uhr :

Freedom for Birth (2012), ein Dokumentarfilm von Toni Harman und Alex Wakeford.

Alle Frauen sollten das gesetzlich verbriefte Recht besitzen, über den Geburtsort und die Geburtsbegleitung frei entscheiden zu dürfen. Das Problem ist eine technokratische geburtshilfliche „Maschinerie“, die den Frauen dieses Recht abspricht. In der Folge werden viele Frauen medizinischen Eingriffen und Kaiserschnitten unterworfen, die weder gewollt noch notwendig sind.

Hebammen hingegen, die DIE Fachfrauen für die normale Geburt sind, werden weltweit wenig geachtet, schlecht bezahlt und bewusst klein gehalten. Aktuell bietet die existenzbedrohliche Haftpflichtproblematik freiberuflicher Hebammen in Deutschland Anlass zu Sorge und Protest.

Freedom for Birth beleuchtet die Missachtung von Menschenrechten in der Geburtshilfe, die derzeit in Nordamerika, Europa, Australien und anderen Ländern stattfindet. Die Filmemacher weisen jedoch auch auf Lösungen hin, um die Rechte der Frauen zu stärken und zu schützen!

Der Film erzählt auf eindringliche Weise die Geschichte der ungarischen Hebamme Ágnes Geréb, die strafrechtlich verfolgt und schließlich inhaftiert wurde, weil sie Frauen bei Hausgeburten unterstützt hatte. Anna Ternovsky, eine ungarische Mutter, die Ágnes begleitet hatte, brachte den Fall 2010 vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und erstritt damit das Recht einer jeden Frau in den europäischen Mitgliedsstaaten, ihr Kind am Geburtsort und mit der Geburtsbegleitung ihrer Wahl zu gebären.

Der Film zeigt auf, dass das Ternovsky-Urteil der Schlüssel dazu sein könnte, zukünftig die Geburtsrechte der Frauen nicht nur in Europa, sondern weltweit zu schützen. Es ist der Anfang einer globalen Geburts-Revolution!

Neben Ágens Geréb und Anna Ternovsky kommen in Freedom for Birth viele der weltweit führenden ExpertInnen auf dem Gebiet der Geburtshilfe zu Wort:

Ina May Gaskin, Michel Odent, Sheila Kitzinger, Robbie Davis-Floyd, Dr. Sarah Buckley, Prof. Sally Tracy, Prof. Lesley Page, Prof. Kirsten Uvnas-Moberg, Prof. Soo Downe, apl. Prof. Denis Walsh, Jennie Joseph, Perinatologe Dr. Brad Bootstaylor und viele weitere Akademiker, Hebammen, Doulas, Gynäkologen, Campaigner, Anwälte und Eltern, sowie VertreterInnen der weltweit führenden Geburts-Organisationen, z.B. Royal College of Midwives, MANA, ACNM, CAM, CAPPA und viele weitere.

Wir zeigen den Film im englischen Originalton mit deutschen Untertiteln. Dauer: 58 Min.

Am 28.05. ist Weltspieltag!

Geburt e.V. wird zum zweiten Mal ein nicht -kommerzielles Kinderfest veranstalten. Kinder haben ein Recht auf freies Spiel und Kreativität. Der Offene Kanal wird wider mit seinem Medien-Circus dabei sein. Für Kinder gibt es kostenlosen Kuchen. Wer mitwirken möchte, ist herzlich willkommen!