Über uns

Anliegen unseres Vereins ist es, den Hebammenberuf zu stärken. Wir kämpfen für die flächendeckende wohnortnahe Versorgung mit Geburtshilfe. Wie überall in Deutschland droht auch in Schleswig-Holstein die bestehende Geburtskultur wegzubrechen – zum Leidwesen von Frauen und ihren Familien. Wir wollen für jede Gebärende die 1:1-Betreuung unter der Geburt sowie die freie Wahl des Geburtsortes, und das nicht nur auf dem Papier. Wir fördern die normale Geburt und bieten Information und Aufklärung für werdende Eltern und junge Familien.

Der Verein wurde 2013 aus einer Erfolgsgeschichte heraus gegründet: Durch die tatkräftige Zusammenarbeit von Bürgern und Stadtrat hatte 2012 der Erhalt der Geburtshilfe- und Kinderstation in Eckernförde gesichert werden können. Der Verein konzentrierte sich zunächst weiterhin auf die klinische Geburtshilfe in Eckernförde und die Förderung der Familienfreundlichkeit der Stadt. Als sich 2014 die Haftpflichtproblematik der Hebammen dramatisch verschärfte, traf im Geburtshaus Kiel eine Gruppe von engagierten Eltern und Hebammen zusammen, die die März-Demo in Kiel mit über 1200 Teilnehmern organisierte und weitere Aktionen wie z.B. eine Filmvorführung auf den Weg brachte. Im Zusammenschluss mit dieser Kieler Bewegung verlagerte Geburt e.V. seinen Schwerpunkt und engagiert sich nun landesweit für das Hebammenwesen, die Sicherung der geburtshilflichen Versorgung und die Wahlfreiheit des Geburtsortes – zuhause, in einem Geburtshaus oder einer Klinik.

Die Stärkung junger Mütter liegt uns dabei besonders am Herzen. Jede Frau sollte selbstbestimmt und würdevoll gebären dürfen, denn „die Würde des Menschen ist unantastbar“ (Art.1 GG).

Wir wissen, wie grausam Geburt oft noch ist, aber wir wissen auch, dass es anders sein kann – dass Geburt ein kraftvolles, wunderschönes Ereignis sein kann, das Frauen und Kinder stark macht.

Wir glauben, dass die Betreuung durch eine oder mehrere Bezugshebammen sich positiv auf den Verlauf von Schwangerschaft und Geburt auswirkt. Wir glauben, dass die Gesellschaft dem Hebammenberuf endlich die Anerkennung geben sollte, die er verdient, und dass Männer, Frauen und ihre Hebammen sich gemeinsam für eine neue, selbstbestimmte Geburtskultur einsetzen sollten, um zukünftigen Generationen einen sicheren, gesunden und – ja, schönen! – Start ins Leben zu ermöglichen.